Retrospektive

Rudolf Weiher – Bilder aus 5 Jahrzehnten

Der im November 2024 verstorbene Maler Rudolf Weiher hinterlässt ein umfangreiches, vielfältiges Werk.

1941 in Koblenz geboren, lebte und arbeitete er seit 1986 als freischaffender Künstler in Mönchengladbach.

In den 1960 Jahren studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf bei Joseph Beuys. Es folgten zahlreiche Gruppen- sowie Einzelausstellungen beispielsweise in Paris, London, Berlin und Frankfurt.

Nach den turbulenten Jahren der Studienzeit bei Joseph Beuys zog sich Weiher 1973 in seine Heimat zurück, wo er lange auf einem Wohnschiff auf der Lahn lebte.

Betrachtet man das Gesamtwerk des Malers wird deutlich, wie sich unterschiedliche Schaffensphasen aneinander reihen.

Die ersten kleinformatigen Arbeiten zeigen eine abstrakte Bildsprache auf linearer Ebene, „geschriebene Bilder“, deren Chiffren und Arabesken in den folgenden Jahren in einzelne organisch anmutende Grundformen aufgelöst werden und zu mittel- und großformatigen, expressiv farbräumlichen Arbeiten in unterschiedlichster Maltechnik führen.

Die meisten dieser Bilder sind auf ungrundiertem Nessel mit selbst gemischten Farbtönen aus Pigmentpulver entstanden. Für andere Arbeiten hat der Künstler verschiedene Arten Folien als Untergrund verwendet.

Rudolf Weiher hat für seine Bilder bewusst keine Titel festgelegt. Für ihn stand fest, dass man die Wahrnehmungsprozesse, das „Erkennen“ eines Kunstwerks nicht umfassend durch Festlegung mit Sprache, geschrieben oder gesprochen, darstellen kann.

Es sei vor allem die sinnliche „beidseitige“ Anschauung, in der sich das Kunstwerk erschließt.

Die Ausstellung zeigt Arbeiten aus verschiedenen Schaffensphasen.

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